Die Fresken, Skulpturen und Überraschungen der Chiesa del Tau

Dienstag, Mai 29, 2018
Veröffentlicht in : Kirchen & Religiöse Gebäude Museen & Galerien Sehenswürdigkeiten
Außenfassade
Wenn Sie ein Ferienhaus in Pistoia gefunden haben und eine Reise in diese Gegend planen, dann werden Sie wahrscheinlich herausfinden wollen, was man dort so unternehmen und sehen kann. Eine Sache, die unbedingt auf Ihrer Ausflugsliste stehen sollte ist die Chiesa del Tau, also die Kirche von del Tau.

Die Kirche wurde um 1340 von Fra’ Giovanni Guidalotti gebaut, der sie dann den Stiftsherren von Sant’Antonio del Tau geschenkt hat. Es ist ein einschiffiges Kirchengebäude, mit einem emporgehobenen Presbyterium und einer Gruft im Keller. Sie ist am besten für ihren außergewöhnlichen gotischen Freskenzyklus bekannt, der die Wände und die Gewölbedecken des Innenbereichs verziert, sowie für die Skulpturen von Marino Marini, die auf dem Grundstück ausgestellt sind.

Ein Prachtstück, von dem man nicht denkt, dass es solch einen enormen, kulturellen Wert hat, und das man daher unbedingt besichtigen muss, denn es kann mit einigen wahrhaft außergewöhnlichen Kunstwerken prahlen.
Skulpturen
Der vorher erwähnte, hervorragende Freskenzyklus wurde von einer Gruppe von spätgotischen Künstlern kreiert, zu denen Niccolò di Tommaso und sein Zyklus gehört, der im 14. Jahrhundert anfängt und uns ins 15. Jahrhundert hinein führt.

Abgebildet sind Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament und aus dem Leben von St. Antonius dem Großen.

Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche leider dekonsekriert und zu Wohnungen umfunktioniert, als der Orden sich nämlich auflöste. Der Bau der Teilbereiche, der notwendig war, um das Gebäude in einzelne Wohnungen aufzuteilen, hat die Fresken beschädigt, aber glücklicherweise wurde 1962 bei Restaurierungsarbeiten ein Großteil des originalen Zyklus gerettet.

Nach weiteren Restaurierungen im Jahre 2008 wurde die Kirche von Tau als Ausstellungsfläche für die großartigen Bronzeskulpturen von Marino Marin genutzt: Das Wunder (1953/54), Der Reiter (1956/57), Der große Schrei (1962), Die Komposition der Elemente (1964/65), Eine Form einer Idee (1964/65) und sieben kleinere Skulpturen
Freske
Diese Fläche wird heute von der Marino Marini Stiftung für verschiedene Veranstaltungen genutzt und ist für Besucher von Montag bis Samstag, von 9 Uhr bis 13 Uhr, geöffnet. Ein erstklassiges Kunsterlebnis und eine Ausstellung von großen Kunstwerken aus zwei völlig unterschiedlichen Epochen. Das ist eine der faszinierendsten Kollektionen in der Toskana.
Bildnachweis
Foto 1: Gionata Gori / CC BY-SA 3.0 ES;
Foto 2: Nolberto Fattorini / CC BY-SA 3.0;

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