
Es gibt ein paar Museen, die fallen für manche Besucher vielleicht etwas zu sehr in eine bestimmte Nische, sind für andere aber absolut faszinierend. Ein gutes Beispiel eines solchen Museums ist das Museum für Stroh und das Strohflechten (Museo della Paglia e dell’Intreccio) in Signa, das den alten Brauch der Hutherstellung in der Toskana und insbesondere in Signa ehrt. Für manche von uns ist das vielleicht etwas zu spezifisch und nicht besonders interessant, aber ernsthafte Modeliebhaber, die an der faszinierenden Geschichte der Kleiderherstellung, der Stil- und Trendentwicklung und dem farbenfrohen Erbe dieser Handwerkskunst, die in der Toskana noch richtig lebendig ist, interessiert sind, ist das definitiv ein hervorragendes Museum. Wenn Sie eine Luxusvilla in Florenz gebucht haben und nach einem tollen Ziel für einen Tagesausflug suchen, dann würden wir einen Besuch der hübschen Ortschaft Signa wirklich empfehlen und wenn Sie zu den modebesessenen Besuchern von Florenz gehören, dann müssen Sie die Geschichte der Hutherstellung dieser Ortschaft und das Museum, das diesem Brauch und Erbe gewidmet ist, einfach besichtigen!
Das Domenico Michelacci Museum für Stroh und das Strohflechten in Signa befindet sich in dem Gemeindehaus der Ortschaft, wo auch die Stadtbibliothek und das historische Archiv zu Hause sind. Signa ist natürlich die perfekte Kulisse für solche Museen, denn diese alte Handwerkstradition wird bereits seit vielen Jahrhunderten in der Ortschaft gepflegt. Im 16. Jahrhundert war das Strohflechten in der Toskana so ausgeklügelt und perfektioniert, dass der Großherzog Cosimo I Exemplare der lokal hergestellten Hüte als Geschenke an die Oberhäupter der Königreiche in ganz Europa verschickt hat. Anfang des 18. Jahrhunderts waren die geflochtenen Güter und Hüte aus Signa so gefragt, dass lokale Farmer nun Weizen nicht nur zum Verzehr sondern extra für das Strohflechten von Hüten anbauten. Dadurch wurden Florenz und ihre Umgebung, einschließlich Signa, der größte Produzent von hochqualitativen Strohhüten in ganz Westeuropa.
Das Domenico Michelacci Museum für Stroh und das Strohflechten in Signa befindet sich in dem Gemeindehaus der Ortschaft, wo auch die Stadtbibliothek und das historische Archiv zu Hause sind. Signa ist natürlich die perfekte Kulisse für solche Museen, denn diese alte Handwerkstradition wird bereits seit vielen Jahrhunderten in der Ortschaft gepflegt. Im 16. Jahrhundert war das Strohflechten in der Toskana so ausgeklügelt und perfektioniert, dass der Großherzog Cosimo I Exemplare der lokal hergestellten Hüte als Geschenke an die Oberhäupter der Königreiche in ganz Europa verschickt hat. Anfang des 18. Jahrhunderts waren die geflochtenen Güter und Hüte aus Signa so gefragt, dass lokale Farmer nun Weizen nicht nur zum Verzehr sondern extra für das Strohflechten von Hüten anbauten. Dadurch wurden Florenz und ihre Umgebung, einschließlich Signa, der größte Produzent von hochqualitativen Strohhüten in ganz Westeuropa.
Das Museum wurde 1997 eröffnet und ist Domenico Michelacci gewidmet, den man den Gründervater der Stroh- und Hutindustrie in Signa nennen kann. Michelacci war der Erste, der mit dem Anbau von Weizen extra für die Flechterei experimentierte und schließlich im Jahre 1718 eine Sorte namens “mazuolo” züchtete, die genau perfekt für diesen Zweck war. Marzuolo ist ein Weizen mit langen Blattöhrchen, einheitlich in Farbe, Festigkeit und Biegsamkeit, das ideal für die Herstellung eines Strohs ist, das man zum Flechten und Weben von u.a. Hüten, Schuhen und Körben verwenden kann, wenn man es, bevor es seine volle Reife erreicht, kultiviert. Diese Innovation war einer der wichtigsten Faktoren, der dieser Ortschaft einen Namen als wichtiges Zentrum für die Flechterei und Hutproduktion geschaffen hat und Michelacci stellte sogar einen flachen Strohhut her, der bei den wohlhabenden Damen, die den "Mädchen vom Land"-Look imitieren wollten, unheimlich populär war. Später haben sich Strohhüte dann auch zu modischen Artikeln für Männer entwickelt und Signa war bis in die 1950er Jahre hinein als der Ort bekannt, aus dem jeder, der etwas von sich hielt, seine Hüte bezog.
Das Museum sammelt, sortiert und stellt Materialien, Produktionsmaschinen, Fotografien, Dokumente und vollständig Muster aus, die mit dem Anbau des Strohs und des Strohflechtens von Hüten, Modeaccessoires und anderen geflochtenen und gewebten Gütern zu tun haben. Man kann eine riesige Palette an Flechtwaren aus der ganzen Welt bewundern. Die Kollektion ist in mehreren Räumen ausgestellt und zu ihr gehören sowohl Dauerausstellungen und Auslagen sowie thematische und temporäre Ausstellungen, die regelmäßig wechseln. Für Modeliebhaber ist der interessanteste Teil des Museums allerdings die Kollektion der Hüte die vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre hinein hergestellt wurden.
Dieses kleine Juwel ist ein Muss für alle, die wirklich an Mode und Design und der Geschichte der Kleiderherstellung interessiert sind und eine Luxusvilla in Florenz gebucht haben. Schauen Sie hier unbedingt vorbei und lernen Sie alles über diesen faszinierenden Brauch und Modezweig der Toskana!
Museo della Paglia e dell’Intreccio,
Via degli Alberti 11,
50058 Signa,
Florenz,
Toskana.
Öffnungszeiten:
Montag - Samstag, 9 Uhr bis 13 Uhr.