
Wenn Sie auf Ihren Reisen auf keine Komplikationen stoßen wollen und sich auf kulturelle Unterschiede und Erwartungen und Umgangsformen einstellen möchten, ist es immer gut, sich vor dem Urlaub Informationen zu dem jeweiligen Reiseziel zu holen. Das hilft dabei, sich gut zu integrieren, Verwirrungen zu vermeiden und das Risiko an Missverständnissen zu verringern – was wiederum dazu führt, dass man mehr Zeit hat, den Urlaub stressfrei zu genießen. Obwohl in Italien alles ziemlich entspannt ist und Sie sich wirklich keine großen Sorgen machen müssen, ist es trotzdem gut, auf das Land vorbereitet zu sein. Deshalb möchten wir Ihnen hier ein paar kulturelle Unterschiede und Erwartungen in Italien vorstellen, denen Sie sich bewusst sein sollten, wenn Sie z.B. ein Ferienhaus in der Toskana buchen und Ihren Urlaub in diesem Land verbringen.

Disaster beim Abendessen vermeiden
Einen kompletten Leitfaden zu einem ganz wichtigen Merkmal eines Urlaubs in der Toskana, dem Essen, können Sie sich in unserem separaten Artikel zum Essen und der Restaurant-Etikette in Italien durchlesen. Es gibt viele Dinge, an die man denken sollte, also lesen Sie sich diesen Leitfaden vor Ihrem Urlaub in der Toskana durch!
Touristengebiete und große Städte vs kleine Ortschaften
Die Erwartungen und Erlebnisse in Großstädten wie Florenz oder größeren Touristengebieten sind generell anders als in kleinen Ortschaften. Obwohl viele landestypische “Regeln” oder kulturelle Umgangsformen etwas mehr Spielraum in touristischen Gegenden haben und dafür Verständnis gezeigt wird, dass Besucher sich nicht so gut auskennen, sind die Menschen in Kleinstädten weniger an Touristen gewöhnt und dementsprechend weniger flexibel. Denken Sie daran, wenn Sie unterwegs sind und verschiedene Gegenden besuchen.

Die Sprache
Auch wenn Sie Italienisch nicht fließend sprechen, wird es immer gern gesehen, wenn Besucher ein paar Redewendungen gelernt haben und sich Mühe geben. Auch hier gilt, dass in weniger touristischen Gegenden viele Menschen nur Italienisch sprechen und vor allem ältere Leute es schwierig oder stressig finden, sich mit Touristen zu beschäftigen, die kein Italienisch können. Ein paar italienische Worte, um eine Unterhaltung oder Frage einzuleiten, brechen das Eis. Hier sind ein paar Redewendungen, die Sie einfach lernen und nutzen können:
Ciao – ein formloses "hallo" und "tschüss" - manche Italiener würden das nicht zu Fremden sagen, aber weil Sie Tourist sind, wird Ihnen das garantiert verziehen.
Salve – eine etwas höflichere Begrüßung.
Buongiorno – ein nettes "hallo" (oder "guten Tag"), das man am Vormittag oder am Nachmittag sagt.
Buonasera – das Equivalent am Abend, das man nach 17 Uhr nutzt.
Per favore – Bitte.
Grazie – Danke.
Prego – Bitteschön.

Scusi/Mi scusi – Verzeihung (wenn Sie jemanden auf sich aufmerksam machen sollen).
Permesso – Entschuldigung (wenn Sie an jemandem vorbeigehen wollen).
Posso fare una prenotazione? - Kann ich eine Reservierung machen?
Ho una prenotazione - Ich habe reserviert.
Il conto - Die Rechnung (kann man im Restaurant sagen, wenn man die Rechnung haben möchte).
Dov'é...? - Wo ist...?

Kleidervorschrift (vor allem in Kirchen)
Für mit Kopfstein gepflasterte historische Zentren und unebene Treppen, auf denen seit Jahrhunderten gegangen wird, braucht man bequeme Schuhe, aber in der Regel können Sie anziehen, was Sie wollen. In mancher Kleidung werden Sie direkt als Tourist erkannt, aber eigentlich müssen Sie nur in Kirchen und religiösen Gebäuden genau darauf achten, was Sie tragen. Knie und Schultern müssen nämlich bedeckt sein. Viele Touristen bringen ein Tuch oder etwas Leichtes zum Anziehen mit, dass dann lediglich in der Kirche getragen wird, vor allem, wenn es draußen heiß ist und man nicht den ganzen Tag schwitzen will.
Gesunder Menschenverstand ist der beste Leitfaden
Das müssen wir Ihnen wahrscheinlich nicht sagen, aber letztendlich ist Ihr gesunder Menschenverstand der beste Leitfaden. Haben Sie Geduld, wenn alles etwas länger dauert oder nicht pünktlich anfängt, und denken Sie daran, dass Sie im Urlaub sind und Zeit haben - machen Sie es den Einheimischen nach und gehen Sie alles etwas langsamer an! Denken Sie daran, dass manche Dinge anders sind, zeigen Sie den Menschen Respekt und vergessen Sie nicht, dass bestimmte Sehenswürdigkeiten für manche Menschen zum Alltag gehören, also behandeln Sie sie entsprechend.