Die Insel Gorgona: toskanisches Naturparadies und Gefängnis

Mittwoch, Februar 3, 2016
Veröffentlicht in : Inseln Ortschaften Tagesausflüge
Blick auf die Insel Gorgona
Die Insel Gorgona ist mit einer Fläche von etwas mehr als 2km² die kleinste und die nördlichste aller Inseln des toskanischen Archipels und sie ist von nur 300 Menschen bewohnt. Trotz ihrer kleinen Größe hat die Insel eine abwechslungsreiche und lebendige Geschichte. Sie liegt in dem tiefblauen Meer vor der Küste der Toskana, ist mit Pflanzen bedeckt und steigt auf einer schroffen Felsformation aus dem Wasser empor. Um genau zu sein ist 90% der Insel mit Mittelmeerbusch bewachsen und beherbergt 400 verschiedene Pflanzenarten. Das Wasser ist ebenso unberührt, denn das Meer um die Insel ist geschützt und ist daher besonders rein und leuchtend. Wenn Sie dieses kleine Juwel in dem ligurischen Meer selbst bewundern möchten, dann buchen Sie eine hübsche Ferienunterkunft in Livorno ganz in der Nähe und machen Sie einen Tagesausflug auf die Insel Gorgona.
Hafen auf der Insel Gorgona
Gorgona war wahrscheinlich als erstes von den Etruskern bewohnt und war auf jeden Fall eine Zeit lang von den Römern besetzt, was die Ruinen eines Gebäudes in Piano dei Morti beweisen. Während dem Mittelalter haben die Benediktiner- und Zisterziensermönche Kloster auf der Insel gebaut und darin gelebt. Im Jahre 1283 fiel die Insel unter die Herrschaft von Pisa. Der große, alte Turm auf der Insel ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit und die Festungszusätze stammen aus der Zeit der Medicis ab 1406. Die Certosini blieb bis 1777 unter Kontrolle, bis der Großherzog und heilige, römische Kaiser Pietro Leopoldo die Insel übernommen hat und sie erfolglos versuchte neu zu bevölkern. Sie wurde 1869 zur landwirtschaftlichen Strafkolonie und wurde vor wenigen Jahren zu einem Nationalpark ernannt.
Insel Gorgona bei Sonnenuntergang
Die Genossenschaft, die hinter diesem Nationalpark steht, organisiert Touren auf diese Insel, denn sie ist weiterhin geschützt und fungiert immer noch als Gefängnis und kann daher nicht alleine und unbegleitet besucht werden. Touren können für den ersten Dienstag im Monat organisiert werden, wenn kleine Gruppen mit einem Patrouillenboot eines Fährenservices von Leghorn, Capraia und Elba aus die Insel besuchen können. Bei der Tour werden die eindrucksvollsten Plätze an der Küste besichtigt, wie z.B. Cala Scirocco und Cala Martina und die Gebiete, die von Mittelmeerbusch bewachsen sind, der als Unterschlupf für Wildhasen, Möwen, Zugvögel und Seeschwalben dient.

Für ein etwas anderes Erlebnis der toskanischen Küste, wäre diese Ecke von Livorno wirklich etwas ganz besonderes.
Bildnachweis
Foto 1: Pierre Bona / CC BY-SA 3.0;
Foto 2: Giovanni Spinozzi / CC BY-SA 3.0;
Foto 3: Conan / CC BY 2.0

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