Es gibt ein paar Museen, die fallen für manche Besucher vielleicht etwas zu sehr in eine bestimmte Nische, sind für andere aber absolut faszinierend. Ein gutes Beispiel eines solchen Museums ist das Museum für Stroh und das Strohflechten (Museo della Paglia e dell’Intreccio) in Signa, das den alten Brauch der Hutherstellung in der Toskana und insbesondere in Signa ehrt. Für manche von uns ist das vielleicht etwas zu spezifisch und nicht besonders interessant, aber ernsthafte Modeliebhaber, die an der faszinierenden Geschichte der Kleiderherstellung, der Stil- und Trendentwicklung und dem farbenfrohen Erbe dieser Handwerkskunst, die in der Toskana noch richtig lebendig ist, interessiert sind, ist das definitiv ein hervorragendes Museum. Wenn Sie eine Luxusvilla in Florenz gebucht haben und nach einem tollen Ziel für einen Tagesausflug suchen, dann würden wir einen Besuch der hübschen Ortschaft Signa wirklich empfehlen und wenn Sie zu den modebesessenen Besuchern von Florenz gehören, dann müssen Sie die Geschichte der Hutherstellung dieser Ortschaft und das Museum, das diesem Brauch und Erbe gewidmet ist, einfach besichtigen!
Das Domenico Michelacci Museum für Stroh und das Strohflechten in Signa befindet sich in dem Gemeindehaus der Ortschaft, wo auch die Stadtbibliothek und das historische Archiv zu Hause sind. Signa ist natürlich die perfekte Kulisse für solche Museen, denn diese alte Handwerkstradition wird bereits seit vielen Jahrhunderten in der Ortschaft gepflegt. Im 16. Jahrhundert war das Strohflechten in der Toskana so ausgeklügelt und perfektioniert, dass der Großherzog Cosimo I Exemplare der lokal hergestellten Hüte als Geschenke an die Oberhäupter der Königreiche in ganz Europa verschickt hat. Anfang des 18. Jahrhunderts waren die geflochtenen Güter und Hüte aus Signa so gefragt, dass lokale Farmer nun Weizen nicht nur zum Verzehr sondern extra für das Strohflechten von Hüten anbauten. Dadurch wurden Florenz und ihre Umgebung, einschließlich Signa, der größte Produzent von hochqualitativen Strohhüten in ganz Westeuropa.
29
Okt.
2020
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