Die Geschichte des toskanischen Strandes, an dem Caravaggio starb II

Montag, Oktober 2, 2017
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Strand
Leider haben die Titel dieser Serie bereits das Ende meiner Geschichte preisgegeben, allerdings möchte ich Ihnen trotzdem die Details erzählen. Sie haben in unserem letzten Artikel bereits von dem ziemlich turbulenten Leben dieses großartigen italienischen Malers Caravaggio gelesen. Wir haben erfahren, dass man ihn zwar für seine Kunst erinnert, aber seine dunklere Seite oft übersehen wird. Er war ein eher böser Junge, der sich gerne mal gekloppt und betrunken hat. Eine seiner Auseinandersetzungen ging etwas zu weit und endete mit einem Mord, weswegen Caravaggio die letzten Jahre seines Lebens vor seinen Verbrechen auf der Flucht war.
In diesem letzten Kapitel über Caravaggio, möchten wir Ihnen von seinen letzten Lebenstagen berichten und wie er an einem Strand an der Küste der Toskana ums Leben kam.

Man würde ja eigentlich davon ausgehen, dass man sich eher zurückhält und unentdeckt bleiben möchte, wenn man wegen Mord auf der Flucht ist. Caravaggio hat das allerdings anders gesehen. 1608, zwei Jahre nach seinem Mord an dem römischen Zuhälter Ranuccio Tomassoni und zwei Jahre nachdem er sein Leben auf der Flucht begann, hatte er erneut eine Auseinandersetzung. Im Juli dieses Jahres griff er Fra Giovanni Rodomonte Roero an, einen der ranghöchsten Ritter des Ordens des St. Johannes in Malta.

Das Glück schien allerdings wirklich auf seiner Seite zu stehen, denn obwohl Caravaggio für diesen Angriff verhaftet und eingesperrt wurde, schaffte er es im August des gleichen Jahres auszubrechen. Leider kam seine Glückssträhne hier zu einem Ende, denn Roero hatte ihm nicht verziehen und konnte weder Caravaggio noch den Vorfall vergessen. 1609 folgte er Caravaggio nach Neapel und griff den Maler vor einer Taverne an, wo er dessen Gesicht vollständig entstellte. Und trotzdem arbeitete der Künstler weiter und produzierte sogar noch mehr Werke, obwohl seine Sicht beeinträchtigt war, was man in seiner Technik und Pinselführung erkennen kann.

In der Hoffnung, dass das Glück erneut auf seine Seite stand, wie es das so oft in seinem Leben war, kontaktierte Caravaggio den Papst, der die Macht hatte, ihn zu begnadigen. Wahrscheinlich wurde er darüber informiert, dass seine Freunde bereits versuchten, diese Begnadigung für ihn zu bekommen, so dass sich Caravaggio 1610 auf den Weg zurück nach Rom machte. Leider wurde er bei seinem Umzug von Neapel in Palo verhaftet, als das Boot auf dem er sich befand hier einen Zwischenstopp einlegte. Er schaffte es erneut freigelassen zu werden und fuhr seine Reise fort, bis er letztendlich am Port'Ercole ankam. Und jetzt kommt das enttäuschende Ende der Geschichte, denn man sagt, dass er an schwerem Fieber litt und nur wenige Tage später, am 18. Juli 1610, am Feniglia Strand starb.

Vielleicht eine etwas makabre, aber faszinierende Geschichte und definitiv ein weiterer Grund für Caravaggio Fans ein Ferienhaus an der toskanischen Küste zu mieten und diese Gegend persönlich zu besuchen.

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